find it, fix it, leave it alone.

OSTEOPATHIE ALLGEMEIN

Generell umfasst die Osteopathie die Behandlung aller Altersstufen. Grundgedanke ist die Eigenbewegung aller Körperstrukturen, welche mit den Händen der Osteopath:in untersucht und behandelt werden. Jedes Körperteil oder jedes Organ benötigt um gut funktionieren zu können, seine Freiheit an Bewegung. Zusätzlich besitzt der Körper die grundlegende Funktion der Selbstregulierung. Beispielsweise reagiert der Körper mit einer selbstständigen Wundheilung auf eine blutende Wunde, ohne großen Einfluss von außen. Dies ist auch nur dann gegeben, wenn alles frei fließen/ sich bewegen kann.

Die Körperstrukturen wie zum Beispiel Knochen, Nerven, Blut oder Organe stehen indirekt als eigenes Organsystem (wie Herzkreislaufsystem oder Verdauungstrakt) oder direkt als Nachbarn miteinander in Verbindung. Ist die Interaktion der Strukturen untereinander und/ oder die Eigenbewegung gestört, kann diese Veränderung einen negativen Einfluss auf die Körperfunktionen nehmen und die Selbstregulation hemmen. Dies signalisiert der Körper mit einem Funktionsverlust oder mit Schmerzen.

Die Osteopathie kann mittels einer gezielten Anamnese, manueller Untersuchung und Behandlung diese Zusammenhänge erfassen und diese positiv regulativ beeinflussen. So ist es Ziel einer osteopathischen Behandlung, diese Blockaden beziehungsweise Gewebsspannungen zu lösen um somit die Freiheit an Eigenbewegung wieder herzustellen und die Selbstregulationsmechanismen eigenständig laufen zu lassen.

Die Osteopathie kann dabei als einzige Therapie oder auch in Begleitung zu anderen Therapien (z.B. Arzt, Physiotherapie, Psychotherapeut) genutzt werden, egal ob zur Vorsorge, bei plötzlich auftretenden, langanhaltenden oder gar jahrelangen Beschwerden.

Die Wissenschaft gewinnt innerhalb der Osteopathie stetig mehr an Bedeutung. Um eine Etablierung der Osteopathie als eigenständigen Beruf im deutschen Gesundheitswesen zu gewährleisten, ist Forschung somit unabdingbar. In dieser Praxis werden aktuell zwei Studien (Literaturrecherche + klinische Studie) entwickelt, um diese nach Prüfung durch die deutsche Wissenschaftskommission der Osteopathie durchzuführen.

Weitere Informationen rund um die Osteopathie finden Sie hier: www.osteopathie.de

die bunte welt aus kinderaugen.

KINDEROSTEOPATHIE

Die Kinderosteopathie umfasst die Therapie vom Säugling bis zum jungen Erwachsenenalter. Ab der Schwangerschaft über die Geburt bis zum Erwachsenwerden, durchläuft der Mensch vielerlei Wachstums -und Entwicklungsschritte. Beginnend mit dem plötzlich Herzschlag im Bauch der Mutter, bis hin zu Abnabelung aus dem Elternhaus. Diese enorme Dynamik, stellt die Fähig -und Fertigkeiten des jungen Heranwachsenden mit seinen sensomotorischen, physiologischen und emotionalen Anpassungsprozessen täglich vor große Herausforderungen. So ist es für jedes Individuum elementar wichtig, dass dieses Potential eine komplett ungehinderte und freie Entfaltung erfährt.

Dennoch ist es möglich, dass durch die Genetik, das Individuum selbst oder durch die Außenwelt, das Potential unterbrochen, gehemmt oder nicht entwickelt wurde. Hierbei kann es durch unterschiedlichste Ursachen zu funktionellen Störungen oder Blockaden kommen, die sich in erhöhter Spannung oder geringer Beweglichkeit im und am Körper äußern. Jene Verspannungen können mit der Osteopathie behandelt werden. In der Behandlung mit Kindern, finden fast ausschließlich sanfte Techniken Anwendung.

Durch den Impuls möglichst viel auf Abenteuerreise zu gehen, ist es in der Behandlung mit Kindern nicht immer möglich, in völlig stillen Positionen tätig zu sein. Deshalb kann es vorkommen, dass eine Behandlung auf dem Arm der Mutter, während des Stehens oder gar spielend auf der Krabbeldecke stattfindet.

Neben Geburtsindikationen, wie zum Beispiel eine Entbindung mit Saugglocke oder nach einer Schulterdystokie, liegen die möglichen Einsatzgebiete der Kinderosteopathie bei Still-/ Schluckproblemen, Gelenk-/ Kopfdeformitäten, Schiefhals, Verdauungsbeschwerden, Zahnfehlstellungen, Allergien, Asthma, Konzentration -und Lernschwierigkeiten, Autismus und vielen mehr.

Die Möglichkeit einer Behandlung besteht bereits ab dem ersten Lebenstag und kann auch zu jedem Zeitpunkt der Entwicklung erfolgen. Dennoch ist eine frühstmögliche Behandlung empfehlenswert.

Für eine verantwortungsbewusste Zusammenarbeit mit Kindern gibt es osteopathische Grenzen. Somit ist ein gutes Netzwerk von Ärzt:innen, über Therapeut:innen bis zu Psycholog:innen und Anderen unerlässlich. Dennoch kann es in manchen Fällen auch sein, dass eine Abklärung oder Behandlung in einer der anderen Disziplinen notwendig ist. Hier arbeite ich z.B. mit ärztlichen Kolleg:innen und Stillberater:innen aus der Stadt eng zusammen.

Osteopathie ist einer von vielen Wegen, Kindern zu helfen bzw. sie zu unterstützen.

„sie sind unumstritten besser als wir“ (barack obama, 2019).

OSTEOPATHIE IN DER FRAUENHEILKUNDE

Die Osteopathie in der Frauenheilkunde, reicht vom Beginn der Pubertät bis über die Wechseljahre hinaus. Speziell durch hormonelle wie immunologische Prozesse wird die Frauengesundheit vor gesonderte Herausforderungen gestellt. Diese bestehenden Zyklen können sich unterschiedlich auf den weiblichen Organismus auswirken. Sind diese gestört oder nicht frei aufeinander abgestimmt, können in der Folge zum Beispiel Menstruationsbeschwerden, Inkontinenz, Senkungen, Becken-/ Steißbeinbeschwerden, unerfüllter Kinderwunsch oder auch Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs auftreten.

Zusätzlich besitzt der weibliche Organismus die Fähigkeit, eine Schwangerschaft zu durchlaufen und ein neues Lebewesen zu gebären. In dieser Zeit durchläuft die werdende Mutter mit ihrem Kind eine Reihe von spezifischen Veränderungen mit natürlichen Anpassungsprozessen. So ist es äußerst sinnvoll, die werdende Mutter von Beginn an zu betreuen, um das Wohlbefinden aufrechtzuerhalten. Durch die körperlichen wie seelischen Veränderungen in der Schwangerschaft, leiden Schwangere gehäuft unter Übelkeit, Erbrechen, Rücken-/ Kopfschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Verstopfung oder depressiver Verstimmung.

So ist das Ziel einer möglichen osteopathischen Behandlung, den Körper der Schwangeren gemeinsam so gut wie möglich der aktuellen Situation entsprechend anzupassen und auf zunehmende Einschränkungen in der Schwangerschaft vorzubereiten. Neben einem Check-Up nach der Geburt, kann die Osteopathie zur Unterstützung der Rückbildung oder dem Stillen eingesetzt werden.

laufen. fegen. jagen. preschen. ballern.

OSTEOPATHIE UND LAUFEN

Laufen ist eine der beliebtesten Sportarten der Welt. Einer der Gründe für das stetige Wachstum an Läufer:innen in der breiten Bevölkerung mag auch an der tatsächlichen Einfachheit des Sportes liegen. Bequeme Kleidung und Schuhe (nicht zwingend) an, dann kann es theoretisch direkt ab der Haustür losgehen. Dabei sind die Distanzen von wenigen Kilometern bis mehreren Hunderten so vielfältig, wie jede Läufer:in selbst.

Diese unterschiedlichen Distanzen besitzen gleichzeitig ein unterschiedliches Anforderungsprofil, was die Physis und Psyche der Läufer:in an ihre Kapazitätsgrenzen bringen kann. Besonders gefordert ist der Stütz -und und Bewegungsapparat mit seiner Kraftübertragung, Mobilität und Elastizität der myofaszialen Wirkungsketten.So geschieht es nicht selten, dassLäufer:innen auch mit Verletzungen zu kämpfen haben. Während akute Verletzungen eher selten auftreten, sind dabei 80% der Verletzungen auf Überlastungsreaktionen zurückzuführen. Die häufigsten Syndrome sind dabei: Achillessehnenbeschwerden, patellofemorale Schmerzsyndrom (PFS), Plantarfasziitis und das Schienbeinkantensyndrom (Shin Splint Syndrome).

Neben der Unterstützung bei bestehenden Verletzungen, scheint die Prophylaxe und/ oder die Belastungssteuerung eines der wichtigsten Faktoren für ein reibungsloses Läuferjahr. Möchte eine jedeLäufer:in doch schnell wieder ins Training und/ oder Wettkampf einsteigen oder einfach wieder laufen gehen.
Aus osteopathischer Sichtweise spielen jedoch nicht ausschließlich die Mechanismen des Stütz -und Bewegungsapparetes eine tragende Rolle. Für eine optimale Funktionalität des Körpers und Geistes sind das Nerven -und Immunsystem, der Verdauungstrakt, das Herzkreislaufsystem, die Atmung und Ausscheidungsorgane wichtige Säulen für jede Laufer:in.

Somit kann die Osteopathie äußerst wertvoll präventive, regenerative, kurativeArbeit als auch einen Beitrag zur Optimierung leisten.

Folgende Schwerpunkte werden dabei umfasst:

  • Betreuung auf ein persönliches Ziel
  • Bestehende chronische/ akute Beschwerden des Bewegungsapparates
  • Ausgleich des Verdauungs -und Herzkreislaufsystems
  • Freie Respiration (Atmung)
  • Leistungsoptimierung z.B. Verbesserung der Statik und/ oder Bewegungsabläufe
  • Stärkung des Immunsystems
  • Ernährung
  • Beratung

Als ambitionierter Marathon- und Ultramarathonläufer gibt es eine deutliche persönliche Überschneidung zwischen Beruf und Freizeit, welche ich an jede auch so interessierte und begeisterte Läufer:in weitergeben/ teilen möchte. Dies wird unterstützt durch Zusammenarbeit mit Physiotherapie und Leistungsdiagnostik. Egal ob für eine Läufer:in mit einer Walkingstrecke von maximal drei Kilometern oder 250 Kilometern durch die Kalahari-Wüste.